Rosen: Pflanzen und Pflege

1: Pflanzzeit

Wir roden unsere Freilandrosen nicht vor der letzten Oktoberwoche, damit sie genügend ausgereift sind. Die beste Pflanzzeit erstreckt sich dann bis zum Wintereinbruch.

Im Frühjahr gilt: Je früher desto besser. Im Mai macht es keinen Sinn mehr wurzelnackte Rosen zu pflanzen. Containerrosen jedoch lassen sich den ganzen Sommer über pflanzen. Nachteile der Containerpflanzen sind: höherer Preis, geringere Sortenauswahl und geringere Lebenserwartung der Pflanze.

2. Das Pflanzen

Im Rosenbeet das Loch so groß ausheben, daß die Wurzeln ungeknickt bis zur Veredlungsstelle hineinpassen. Eine Hand voll Naturdünger unter die Erde mischen und bis zum Wurzelhals auffüllen. Reichlich mit Wasser angießen, damit sich die Erde fest an die Wurzeln setzt. Die Veredlungsstelle soll ca. 3 cm unter der Erdoberfläche sein. Pflanzloch mit Erde auffüllen. Erde ist nach wie vor der beste Winterschutz! Keinen Torf verwenden. Torf versauert im Laufe der Jahre die Erde. Bei der Frühjahrspflanzung muß genauso angehäufelt werden. Hierbei dient das Anhäufeln solange als Verdunstungsschutz bis sich neue Saugwurzeln gebildet haben.

3. Der Schnitt

Mitte März können die Rosen dann wieder abgehäufelt werden. Braunes bzw. Trockenes Holz wird entfernt. Bei Beet-und Edelrosen schneidet man auf drei bis fünf Augen zurück. Strauch- und Kletterrosen braucht man nicht unbedingt zurückzuschneiden.

Mitte Juni - Oktober :
Nach dem ersten Flohr und in der Folgezeit, alle verblühten Rosen abschneiden. Am besten unter halb des 2. Fünferblattes von oben.

4. Winterschutz

Zeit: Ab November je nach Witterung. Die Rosen nur leicht zurückschneiden, mit Erde anhäufeln oder mit Tannenreisig abdecken.
Kletterrosen sollten mindestens 1 m hoch mit Tannenreisig vor Sonne geschützt werden.

5. Düngung

1. Düngung Mitte März, sollte gleichzeitig mit dem Abhäufeln erfolgen. ( 1 Hand voll NitroPhosKa Perfekt auf ca 1 Quadratmeter oder für 6-8 Pflanzen )
2. Düngung Mitte Juni(wie vor )

6. Pflanzenschutz

Blattläuse: Mit einem scharfen Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch können die meisten Blattläuse abgespritzt werden. Die abgespritzten Läuse sind meist nicht in der Lage wieder auf die Pflanze zugelangen. Diese Methode hat auch den Vorteil, daß gleichzeitig die klebrigen Ausscheidungen der Läuse abgewaschen werden. Wer es lieber mit Gift probieren möchte, empfehle ich Spruzit, ein nicht bienengefährliches Mittel mit hervorragender Wirkung.

Pilzkrankheiten:
Pilzkrankheiten wie der Mehltau und der Sternrußtau sind Schwächeparasiten. Sie können damm auftreten, wenn ein oder mehrere Schwächefaktoren zusammentreffen.

Faktoren sind:

  1. Resistenz der Sorte
  2. Standortmängel:
    a) Nährstoffmangel
    b) Bodenverdichtungen
    c) zu niedriger ph-Wert
    d) zuviel Schatten
    e) Befallsdruck durch bereits stark befallene Nachbarpflanzen
    f)Stehende Luft ( Rosen brauchen Durchzug!)
  3. Klima: Hier sind wir machtlos.


Wenn Pilzkrankheiten zum Problem werden, kann man mit Mitteln wie z.B.. Saprol oder Baymat spritzen. Je nach Stärke des Befalls muß man die Behandlung regelmäßig wiederholen.